Calcium und Sport: die Rolle im Mineralhaushalt
Calcium kennen die meisten als Knochenmineral. Für Sportler ist aber auch seine Rolle bei Muskel- und Nervenfunktion interessant. Damit gehört Calcium ins größere Bild des Mineralhaushalts – neben Natrium, Kalium und Magnesium.
Was Calcium im Körper leistet
Calcium trägt zu einer normalen Muskelfunktion und zur normalen Signalübertragung zwischen den Nervenzellen bei. Ein kleiner Teil des Calciums zirkuliert außerhalb der Knochen und ist an der Signalübertragung beteiligt, die Muskelkontraktionen auslöst. Der weitaus größte Teil ist dagegen im Skelett gebunden, das dem Körper zugleich als Speicher dient.
Wie hoch ist der Bedarf?
Für Erwachsene gibt es Referenzwerte für die tägliche Calciumzufuhr, die sich gut über die Ernährung erreichen lassen. Über den Schweiß gehen nur kleine Mengen verloren, sodass der Bedarf überwiegend über das Essen gedeckt wird – nicht über das Sportgetränk.
Calciumquellen in der Ernährung
Milchprodukte sind bekannte Quellen. Daneben liefern auch calciumreiche pflanzliche Lebensmittel wie grünes Gemüse, bestimmte Hülsenfrüchte, Nüsse, angereicherte Produkte und einige Mineralwässer nennenswerte Mengen. Eine abwechslungsreiche Ernährung deckt den Bedarf für die meisten problemlos.
Calcium im Zusammenspiel
Wie bei den anderen Mineralstoffen zählt auch beim Calcium das Zusammenspiel mehr als die einzelne Zahl. Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium erfüllen unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich. Ein ausgewogener Mineralhaushalt entsteht aus der Summe, nicht aus einem einzelnen Baustein.
Braucht das Sportgetränk Calcium?
Nicht zwingend. Der wichtigste Elektrolyt beim Schwitzen bleibt Natrium, ergänzt um Kalium und Magnesium. Calcium wird dagegen vor allem über die Ernährung sichergestellt. Wer ausgewogen isst, muss sich um seine Calciumversorgung im Trainingsalltag in der Regel keine Sorgen machen.
Der Speicher im Skelett
Der weitaus größte Teil des Calciums ist in den Knochen gebunden, die dem Körper zugleich als Speicher dienen. Nur ein kleiner Anteil zirkuliert außerhalb und ist an der Signalübertragung beteiligt. Dieses Zusammenspiel aus Speicher und aktivem Anteil sorgt dafür, dass der Körper den Calciumhaushalt fein reguliert – über die Ernährung gut versorgt, meist ohne dass man aktiv nachsteuern muss.
Calcium clever über den Tag verteilen
Calciumreiche Lebensmittel lassen sich leicht in den Alltag einbauen: Milchprodukte, grünes Gemüse, bestimmte Hülsenfrüchte und Nüsse oder angereicherte Produkte. Auch manche Mineralwässer liefern nennenswerte Mengen. Wer abwechslungsreich isst, deckt seinen Bedarf in aller Regel problemlos – der Fokus im Sportgetränk liegt dagegen auf Natrium, Kalium und Magnesium.
Häufige Fragen
Verliere ich beim Sport viel Calcium?
Über den Schweiß gehen nur geringe Mengen verloren. Der größere Hebel liegt bei Natrium; Calcium wird über die Ernährung gedeckt.
Brauche ich Calcium im Sportgetränk?
Nicht zwingend. Wichtiger ist eine insgesamt ausreichende Calciumversorgung über das Essen.
Welche Lebensmittel sind gute Calciumquellen?
Milchprodukte, grünes Gemüse, bestimmte Hülsenfrüchte und Nüsse sowie angereicherte Produkte und calciumreiche Mineralwässer.
Sollte mein Elektrolytgetränk Calcium enthalten?
Nicht zwingend. Calcium wird vor allem über die Ernährung sichergestellt; im Sportgetränk stehen die stärker über Schweiß verlorenen Elektrolyte im Vordergrund.